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Stromumkehrventile für Seitenkanalverdichter

Technische Unterstützung
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Stromumkehrventile ermöglichen es, den Luftstrom eines Seitenkanalverdichters gezielt zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb umzuschalten. In der Neutralstellung wird der Luftstrom durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt; am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an.

Der Seitenkanalverdichter behält während aller Betriebszustände seine Drehrichtung bei. Umgeschaltet wird ausschließlich die Führung des Luftstroms durch das Stromumkehrventil.

Was passiert?

Das Stromumkehrventil wird zwischen dem Seitenkanalverdichter und dem Arbeitsprozess eingesetzt. Es verändert die interne Führung des Luftstroms und schaltet den Arbeitsanschluss gezielt zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb um.

In der Neutralstellung wird die Luft durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt. Am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an.

Was bleibt unverändert?

 

Motor und Laufrad des Seitenkanalverdichters drehen weiterhin in derselben Richtung. Deshalb ist keine elektrische Drehrichtungsumkehr des Motors erforderlich.

Begriffserklärung:
Stromumkehrventile werden teilweise auch als Umkehrventile oder Umschaltventile bezeichnet. Auf dieser Website verwenden wir den technisch aussagekräftigeren Begriff Stromumkehrventil.

Saugen

Der Arbeitsprozess wird mit Unterdruck versorgt. Werkstücke können beispielsweise fixiert, aufgenommen oder transportiert werden. Bei Hebe- und Handhabungsprozessen bleibt die erforderliche Saugwirkung während des Transports aktiv.

Neutral beziehungsweise Freigeben

In der Neutralstellung wird der Luftstrom durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt. Am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an. Bei Handhabungsprozessen darf diese Stellung erst genutzt werden, wenn das Werkstück sicher abgesetzt oder anderweitig gehalten ist.

Druckbetrieb

Der Luftstrom wird in Richtung des Arbeitsprozesses geführt. Je nach Anwendung kann er das kontrollierte Lösen eines Werkstücks, das Beaufschlagen eines Prozesses oder die Erzeugung eines Luftpolsters unterstützen.

Stromumkehrventil VI6

  • drei definierte Betriebsstellungen: Saugen, Neutralstellung und Druckbetrieb
  • elektrische Betätigung mit 24 V DC
  • Antrieb über Schrittmotor
  • Umschaltung durch gezielte Verstellung des internen Strömungswegs
  • Neutralstellung mit internem Umlauf des Luftstroms
  • für Dauerbetrieb ausgelegt, innerhalb der zulässigen Temperaturgrenzen
  • Einbau direkt am Seitenkanalverdichter oder innerhalb einer Rohrleitung möglich
  • Einsatz mit FPZ-Seitenkanalverdichtern sowie bei passender Adapter- und Anschlussgeometrie auch mit Fremdfabrikaten möglich
  • aktuell für Luftanwendungen außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche
  • derzeitige Lieferzeit laut Hersteller: etwa 4 Wochen

Hinweis zur früheren Baureihe VS:
Die bisher angebotene Baureihe VS mit unterschiedlichen Ausführungen und pneumatischen beziehungsweise magnetischen Ansteuerungen wurde nach aktueller Herstellerinformation durch die Baureihe VI ersetzt. Angaben zur früheren VS-Baureihe dienen daher nur noch der technischen Dokumentation älterer Anlagen.

Vielseitig einsetzbar

Typische Anwendungen

Stromumkehrventile ermöglichen den gezielten Wechsel zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb. Dadurch lassen sich unterschiedliche Prozessschritte wie Fixieren, Aufnehmen, Transportieren, Freigeben, Lösen oder das Erzeugen eines Luftpolsters mit einem Seitenkanalverdichter unterstützen.

Welche Funktion im jeweiligen Prozess genutzt wird, hängt von der konkreten Anlagenkonfiguration, der Leitungsführung und der Auslegung des Seitenkanalverdichters ab.

Anwendung Vakuumtische ansehen

Werkstücke, Folien oder Platten können durch Unterdruck auf einem entsprechend ausgelegten Vakuumtisch fixiert werden. Während der Bearbeitung bleibt die erforderliche Saugwirkung aktiv.

Nach Abschluss der Bearbeitung kann das Stromumkehrventil auf Neutralstellung oder Druckbetrieb umschalten. Dadurch wird die Saugwirkung beendet; ein Luftstrom im Druckbetrieb kann das kontrollierte Lösen des Werkstücks unterstützen.

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Anwendung Luftgleittische ansehen

Im Druckbetrieb kann unter Paketen oder flächigen Werkstücken ein Luftpolster erzeugt werden, das ein leichtes Verschieben unterstützt.

Ist der Luftgleittisch konstruktiv auch für den Saugbetrieb ausgelegt, kann das Stromumkehrventil anschließend auf Saugen umschalten, um das Werkstück zu fixieren.

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Stromumkehrventil mit Seitenkanalverdichter und Vakuumheber zum Anheben und Absetzen einer großflächigen Platte

Anwendung Plattenhandling und Vakuumheber ansehen

Platten, Bleche oder andere flächige Werkstücke können im Saugbetrieb aufgenommen und gehalten werden. Während des Anhebens und Transportierens bleibt die erforderliche Saugwirkung aktiv.

Erst nachdem das Werkstück sicher abgesetzt oder anderweitig gehalten ist, kann auf Neutralstellung oder Druckbetrieb umgeschaltet werden. Dadurch lässt sich die Saugwirkung beenden und das kontrollierte Lösen des Werkstücks unterstützen.

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Anwendung in Pick-and-Place-Anlagen

In Pick-and-Place-Anlagen werden Werkstücke im Saugbetrieb aufgenommen, gehalten und zum Zielpunkt transportiert. Während des gesamten Transportvorgangs bleibt die erforderliche Saugwirkung aktiv.

Erst wenn das Werkstück sicher positioniert oder abgesetzt ist, kann auf Neutralstellung oder Druckbetrieb umgeschaltet werden. Dadurch wird die Saugwirkung beendet und das kontrollierte Lösen des Werkstücks unterstützt.

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Pneumatisches Transportsystem mit Stromumkehrventil und Seitenkanalverdichter zur Förderung von Granulat

Anwendung pneumatische Transportsysteme ansehen

In pneumatischen Transportsystemen kann das Stromumkehrventil zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb umschalten. Dadurch lassen sich unterschiedliche Prozessphasen wie Ansaugen, Fördern, Entleeren oder das druckseitige Unterstützen einer Leitungsreinigung realisieren.

Die genaue Funktion hängt von der konkreten Anlagen- und Rohrleitungsführung ab. Das Stromumkehrventil ersetzt dabei keine separate Wege- oder Verteilerarmatur für mehrere unabhängige Förderleitungen.

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Stromumkehrventil mit Seitenkanalverdichter zum Umschalten zwischen zwei Leitungswegen in einer Förderanlage

Anwendung Leitungswechsel in Förderanlagen ansehen

Stromumkehrventile können in Förderanlagen eingesetzt werden, wenn innerhalb eines Prozesses gezielt zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb gewechselt werden soll.

Der Wechsel zwischen mehreren unabhängigen Förderleitungen erfolgt dagegen nicht automatisch durch das Stromumkehrventil selbst. Wenn verschiedene Förderwege angewählt werden sollen, sind dafür zusätzliche geeignete Wege- oder Verteilerarmaturen erforderlich..

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Verpackungs- und Handhabungsplatz mit Vakuumgreifer, Stromumkehrventil und Seitenkanalverdichter zum Bewegen von Kartons

Verpackungs- und Handhabungsplätze

An Verpackungs- und Handhabungsplätzen können Produkte im Saugbetrieb aufgenommen, gehalten und positioniert werden. Während des gesamten Handhabungsvorgangs bleibt die erforderliche Saugwirkung aktiv.

Erst nachdem das Produkt sicher abgelegt oder anderweitig gehalten ist, kann auf Neutralstellung oder Druckbetrieb umgeschaltet werden. Dadurch wird die Saugwirkung beendet und das kontrollierte Lösen des Produkts unterstützt.

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Pneumatisches Press- und Membransystem mit Stromumkehrventil und Seitenkanalverdichter zur Steuerung von Druck und Vakuum

Anwendung pneumatische Press- und Membransysteme ansehen

In geeigneten Press- und Membransystemen kann das Stromumkehrventil die Luftführung gezielt zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb umschalten. Abhängig vom Anlagenkonzept können dadurch Membranen mit Unterdruck oder einem Luftstrom im Druckbetrieb beaufschlagt sowie Prozess- und Formgebungsvorgänge unterstützt werden.

Ob ein Seitenkanalverdichter mit Stromumkehrventil für den jeweiligen Press- oder Membranprozess geeignet ist, muss anhand der erforderlichen Druck- und Vakuumwerte, des benötigten Volumenstroms und des konkreten Anlagenaufbaus geprüft werden.

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Die dargestellten Anwendungen sind schematische Beispiele. Die Auswahl und Auslegung des Stromumkehrventils erfolgt anhand des eingesetzten Seitenkanalverdichters, der erforderlichen Luftleistung, der Ventilstellungen, der Leitungsführung und der jeweiligen Betriebsbedingungen

Welche Angaben werden für die Auswahl benötigt?

Das passende Stromumkehrventil wird nicht allein anhand der Anschlussgröße ausgewählt. Entscheidend sind der eingesetzte Seitenkanalverdichter, der gewünschte Prozess, die benötigten Betriebsstellungen sowie die Anschluss- und Einbausituation.

• Hersteller und Typ des Seitenkanalverdichters
• Volumenstrom
• erforderlicher Druck und Unterdruck
• gewünschte Ventilfunktion: Saugen, Neutralstellung und Druckbetrieb
• Anschlussgröße und Anschlussbild
• elektrische Versorgung und Ansteuerung des 24-V-DC-Ventils
• vorgesehene Schalthäufigkeit
• Fördermedium: Luft
• Umgebungs- und Betriebstemperatur
• Montageposition
• vorhandene Leitungsführung und Einbausituation
• bei Fremdfabrikaten: Prüfung, ob Anschlussbild und Adapter zusammenpassen

Technische Beratung

Für die Auswahl des passenden Stromumkehrventils müssen die technischen Daten des Seitenkanalverdichters, die gewünschte Ventilfunktion sowie die konkrete Einbau- und Anschlusssituation berücksichtigt werden.

SKVTechnik unterstützt bei der technischen Vorauswahl des geeigneten Stromumkehrventils und prüft gemeinsam mit dem Kunden, ob Anschlussgröße, Anschlussbild, Adapter, Volumenstrom sowie die erforderlichen Druck- und Vakuumwerte zur vorgesehenen Anwendung passen.

Bei Seitenkanalverdichtern anderer Hersteller ist insbesondere zu prüfen, ob das vorhandene Anschlussbild mit einem passenden Adapter kombiniert werden kann.

 

Eine konkrete Produktauswahl erfolgt anhand der technischen Betriebsdaten des Seitenkanalverdichters und der vorgesehenen Anwendung. Dabei werden insbesondere Volumenstrom, Druck und Unterdruck, Anschlussgröße, Anschlussbild, Einbausituation und erforderliche Ventilfunktion berücksichtigt.

Bei nicht eindeutig dokumentierten Kombinationen, Fremdfabrikaten oder besonderen Einbausituationen erfolgt die Auswahl zunächst als technische Vorauswahl. Erforderliche Sonderlösungen oder nicht dokumentierte Kombinationen werden bei Bedarf mit dem Hersteller abgestimmt.

Die dargestellten Anwendungen sind schematische Beispiele. Die konkrete Auswahl und Auslegung des Stromumkehrventils erfolgt anhand des eingesetzten Seitenkanalverdichters, des erforderlichen Volumenstroms sowie der benötigten Druck- und Vakuumwerte, der Anschluss- und Leitungsführung und der jeweiligen Betriebsbedingungen.

Die derzeit angebotenen Stromumkehrventile sind für Luftanwendungen außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche vorgesehen. Für die jeweilige Anwendung sind außerdem die zulässigen Temperaturgrenzen und Einbaubedingungen zu beachten.

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