Anwendung von Stromumkehrventilen

Stromumkehrventile für Leitungswechsel in Förderanlagen

In Förderanlagen kann ein Stromumkehrventil eingesetzt werden, wenn innerhalb eines Prozesses gezielt zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb gewechselt werden soll.

Das aktuelle Stromumkehrventil VI-6 verändert dabei ausschließlich die Führung des vom Seitenkanalverdichter erzeugten Luftstroms. Der Seitenkanalverdichter behält seine Drehrichtung bei.

Das VI-6 ist kein allgemeines Mehrwegeventil zur Auswahl mehrerer unabhängiger Förderleitungen. Sollen unterschiedliche Zielbehälter, Prozessstationen oder Rohrleitungen angewählt werden, sind dafür gegebenenfalls zusätzliche geeignete Wege- oder Verteilerarmaturen erforderlich.

Funktionsprinzip

Wie funktioniert der Leitungswechsel mit einem Stromumkehrventil?

Das Stromumkehrventil VI-6 übernimmt nicht die Auswahl zwischen mehreren unabhängigen Förderleitungen, sondern schaltet die Führung des vom Seitenkanalverdichter erzeugten Luftstroms zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb um.

In der Neutralstellung wird die Luft durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt; am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an.

Sollen innerhalb einer Förderanlage unterschiedliche Zielbehälter, Maschinen oder Rohrleitungen angewählt werden, sind dafür zusätzliche geeignete Wege- oder Verteilerarmaturen erforderlich. Das Stromumkehrventil kann dabei den jeweils benötigten Saug-, Neutral- oder Druckbetriebszustand bereitstellen.

Das Stromumkehrventil erzeugt weder Druck noch Vakuum. Es steuert den vom Seitenkanalverdichter erzeugten Luftstrom. Welche Leitungswege tatsächlich möglich sind, hängt von der gewählten Ventilausführung und der Anlagenverschaltung ab.

Wechsel des Betriebszustandes

Betriebszustand wechseln und Förderprozess fortsetzen

Ein Stromumkehrventil VI-6 kann innerhalb einer Förderanlage unterschiedliche Betriebszustände des Luftstroms bereitstellen. Die Auswahl zwischen mehreren unabhängigen Förderwegen erfolgt dagegen über separate Wege- oder Verteilerarmaturen.

01 Saugbetrieb – Förderprozess unterstützen

Im Saugbetrieb wird Luft aus dem Förderprozess abgesaugt. Dadurch kann geeignetes Fördergut aufgenommen oder ein Saugförderprozess unterstützt werden.

02 Neutralstellung – aktive Saug- oder Druckwirkung unterbrechen

In der Neutralstellung wird die Luft durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt. Am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an.

Diese Stellung kann als definierter Übergang zwischen zwei Prozessphasen genutzt werden.

03 Druckbetrieb – nächsten Prozessschritt unterstützen

Im Druckbetrieb wird der Luftstrom in Richtung des Arbeitsprozesses geführt. Abhängig von der Anlagenkonfiguration kann dieser Luftstrom beispielsweise einen Austrags-, Entleer- oder Reinigungsschritt unterstützen.

Ventilfunktion auswählen

Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb

Das aktuelle Stromumkehrventil VI-6 schaltet nicht zwischen mehreren unabhängigen Förderleitungen, sondern zwischen drei definierten Betriebszuständen des Luftstroms.

Saugbetrieb

Luft aus dem Förderprozess absaugen

Im Saugbetrieb wird Luft aus dem angeschlossenen Prozess abgesaugt. Dadurch kann – abhängig vom Anlagenaufbau – ein Saugförderprozess unterstützt werden.

Neutralstellung

Aktive Saug- oder Druckwirkung am Arbeitsanschluss unterbrechen

In der Neutralstellung wird die Luft durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt. Am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an.

Druckbetrieb

Luftstrom in Richtung des Prozesses führen

Im Druckbetrieb wird der Luftstrom in Richtung des Arbeitsprozesses geführt. Je nach Anlagenkonzept kann dies beispielsweise das Austragen, Entleeren oder Reinigen eines Förderabschnitts unterstützen.

Ventilbaureihen

Stromumkehrventil VI-6 für Förderanlagen

Das aktuell angebotene Stromumkehrventil VI-6 arbeitet mit drei definierten Betriebsstellungen: Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb. Die Umschaltung erfolgt elektrisch mit 24 V DC über einen Schrittmotor.

  • Saugbetrieb für entsprechend ausgelegte Saugprozesse
  • Neutralstellung mit internem Umlauf des Luftstroms
  • Druckbetrieb zur Unterstützung entsprechend ausgelegter Austrags-, Entleer- oder Reinigungsprozesse
  • elektrische Betätigung mit 24 V DC
  • für Dauerbetrieb innerhalb der zulässigen Temperaturgrenzen ausgelegt
  • Einbau direkt am Seitenkanalverdichter oder innerhalb der Rohrleitung möglich
  • aktuell für Luftanwendungen außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche vorgesehen

Für die Auswahl müssen Seitenkanalverdichter, Volumenstrom, Druck und Unterdruck, Anschlussbild, Adapter, Rohrleitungsführung und die konkrete Einbausituation berücksichtigt werden.

Technische Voraussetzungen

Was muss beim Leitungswechsel berücksichtigt werden?

 

Für die Auswahl von Seitenkanalverdichter und Stromumkehrventil müssen die technischen Anforderungen der Förderanlage sowie die konkrete Rohrleitungs- und Einbausituation berücksichtigt werden.

• Art und Eigenschaften des Förderguts
• Länge, Durchmesser und Verlauf der Förderleitung
• erforderlicher Volumenstrom
• erforderlicher Druck und Unterdruck
• gewünschte Betriebsfolge: Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb
• Anschlussgröße und Anschlussbild
• elektrische Versorgung und Ansteuerung des 24-V-DC-Stromumkehrventils
• vorgesehene Schalthäufigkeit
• Fördermedium Luft
• Umgebungs- und Betriebstemperatur
• Einsatz außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche
• Montageposition und Einbausituation
• bei Fremdfabrikaten: Prüfung von Anschlussbild und passendem Adapter
• separate Wege- oder Verteilerarmaturen, falls mehrere unabhängige Förderleitungen angewählt werden sollen

Welche Angaben benötigt SKVTechnik für die Vorauswahl?

Für eine technische Vorauswahl benötigen wir Angaben zur Förderanlage, zum gewünschten Prozessablauf, zum eingesetzten Seitenkanalverdichter sowie zur konkreten Rohrleitungs- und Einbausituation.

Checkliste

• Art und Eigenschaften des Förderguts
• Länge, Durchmesser und Verlauf der Förderleitung
• gewünschte Betriebsfolge: Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb
• erforderlicher Volumenstrom
• erforderlicher Druck und Unterdruck
• Anschlussgröße und Anschlussbild
• elektrische Versorgung und Ansteuerung des 24-V-DC-Stromumkehrventils
• Taktzeit und vorgesehene Schalthäufigkeit
• Fördermedium Luft
• Umgebungs- und Betriebstemperatur
• Einsatz außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche
• Hersteller und Typ des Seitenkanalverdichters
• bei Fremdfabrikaten: Prüfung von Anschlussbild und passendem Adapter
• falls mehrere unabhängige Förderwege benötigt werden: Angaben zu den dafür vorgesehenen Wege- oder Verteilerarmaturen

Liegen noch keine vollständigen Leistungsdaten vor, kann SKVTechnik anhand der vorhandenen Prozess- und Anlagendaten eine technische Vorauswahl unterstützen. Bei Fremdfabrikaten, nicht eindeutig dokumentierten Kombinationen oder besonderen Einbausituationen wird zusätzlich geprüft, ob Anschlussbild, Adapter, Rohrleitungsführung und Betriebsbedingungen zusammenpassen.

Nutzen in der Förderanlage

Welche Vorteile bietet ein Stromumkehrventil beim Leitungswechsel?

• gezieltes Umschalten zwischen Saugbetrieb, Neutralstellung und Druckbetrieb
• Unterstützung unterschiedlicher Prozessphasen innerhalb einer Förderanlage
• elektrische Betätigung mit 24 V DC
• Neutralstellung mit internem Umlauf des Luftstroms
• keine Änderung der Drehrichtung des Seitenkanalverdichters erforderlich
• Einbau direkt am Seitenkanalverdichter oder innerhalb der Rohrleitung möglich
• Integration in bestehende Anlagen bei passender Anschluss- und Adaptersituation
• Kombination mit separaten Wege- oder Verteilerarmaturen möglich, wenn mehrere unabhängige Förderleitungen geschaltet werden sollen

Technische Vorauswahl

Stromumkehrventil für den Leitungswechsel auswählen

SKVTechnik unterstützt Anlagenbauer, Betreiber und Konstrukteure bei der technischen Vorauswahl eines geeigneten Stromumkehrventils und Seitenkanalverdichters für Förderanlagen.

Grundlage sind Art und Eigenschaften des Förderguts, Länge und Verlauf der Förderstrecke, erforderlicher Volumenstrom, Druck und Unterdruck, Anschlussbild, Rohrleitungsführung und Einbausituation.

Zusätzlich wird geprüft, ob das aktuelle VI-6 mit 24 V DC zum vorhandenen Seitenkanalverdichter und zur vorgesehenen Anwendung passt. Bei Fremdfabrikaten ist insbesondere zu prüfen, ob Anschlussbild und Adapter zusammenpassen.

Sollen mehrere unabhängige Förderleitungen oder Zielbehälter angewählt werden, sind dafür zusätzliche geeignete Wege- oder Verteilerarmaturen erforderlich.

Diese Angaben helfen uns bei der Prüfung

  • Rohrleitungsschema
  • gewünschte Ventilstellung 1
  • gewünschte Ventilstellung 2
  • vorhandener Seitenkanalverdichter
  • Rohrleitungsdurchmesser
  • Volumenstrom
  • Druck beziehungsweise Unterdruck
  • Anschlussgrößen
  • gewünschte Ansteuerung
  • Taktzeit und Schalthäufigkeit
  • Angaben zum Fördermedium

Senden Sie uns vorhandene Zeichnungen, Rohrleitungsschemata, Typenschilder und technische Daten am besten direkt mit Ihrer Anfrage.

Technischer Hinweis:

echnischer Hinweis: Die dargestellten Abläufe und Abbildungen sind schematische Beispiele und keine verbindliche Einbau-, Anschluss- oder Produktempfehlung. Die konkrete Auswahl erfolgt anhand des Förderguts, des erforderlichen Volumenstroms sowie der benötigten Druck- und Vakuumwerte, der Rohrleitungsführung, der Anschluss- und Einbausituation und der jeweiligen Betriebsbedingungen.

Beim aktuellen Stromumkehrventil VI-6 wird die Luft in der Neutralstellung durch den Seitenkanalverdichter im Kreislauf geführt; am Arbeitsanschluss liegt dabei keine aktive Saug- oder Druckwirkung an. Das Ventil ist aktuell für Luftanwendungen außerhalb explosionsgefährdeter Bereiche vorgesehen.

Das VI-6 ist kein allgemeines Mehrwegeventil zur Auswahl mehrerer unabhängiger Förderleitungen. Für solche Leitungswechsel sind separate geeignete Wege- oder Verteilerarmaturen erforderlich.

Nach oben scrollen