Schallschutzkabinen für Seitenkanalverdichter (Technische Unterstützung anfragen: +49 3741 2510951)

Kontrollierte Wärmeabfuhr in Schallschutzkabinen

Motor und Seitenkanalverdichter geben während des Betriebs Wärme an ihre Umgebung ab. Innerhalb einer Schallschutzkabine kann diese Wärme nicht ungehindert entweichen.

FPZ stattet die dokumentierten SC-Schallschutzkabinen deshalb mit Belüftungsöffnungen und elektrischen Axialventilatoren aus. Sie führen erwärmte Luft aus der Kabine ab und unterstützen den erforderlichen Luftaustausch.

Der Betrieb des Seitenkanalverdichters innerhalb der Schallschutzkabine ist nur mit eingeschaltetem und funktionsfähigem Axialventilator zulässig.

Kontrollierte Luftführung und Wärmeabfuhr in einer Schallschutzkabine

Wie funktioniert die Belüftung der Schallschutzkabine?

Die dokumentierten SC-Schallschutzkabinen besitzen Belüftungsgitter für die Zufuhr von Umgebungsluft. Gleichzeitig führen elektrische Axialventilatoren die erwärmte Luft aus dem Innenraum der Kabine ab.

Dadurch entsteht ein gerichteter Luftaustausch: Kühlere Umgebungsluft strömt durch die vorgesehenen Öffnungen in die Kabine ein, nimmt Wärme von Motor und Seitenkanalverdichter auf und wird anschließend durch den Axialventilator nach außen gefördert.

Die genaue Anordnung der Belüftungsöffnungen und Ventilatoren richtet sich nach der jeweiligen Kabinengröße und dem dafür vorgesehenen Seitenkanalverdichter.

Elektrische Axialventilatoren als Bestandteil der Kabine

Die Axialventilatoren sind ein fester Bestandteil der dokumentierten SC-Schallschutzkabinen. Ihre Aufgabe besteht darin, die von Motor und Seitenkanalverdichter erzeugte Wärme aus der Kabine abzuführen.

Je nach Kabinenmodell kommen unterschiedliche Ventilatorausführungen und teilweise mehrere Ventilatoren zum Einsatz. Auch die elektrische Spannungsversorgung kann sich je nach Kabinengröße und Ventilatorausführung unterscheiden. Maßgeblich sind die technischen Daten der konkret vorgesehenen Schallschutzkabine. Die Auslegung der Belüftung ist Bestandteil der jeweiligen Kabinenkonstruktion.

Der elektrische Anschluss der Ventilatoren muss bei Installation und Inbetriebnahme berücksichtigt werden. Die Anschlussarbeiten dürfen nur entsprechend den geltenden technischen Anforderungen und durch dafür qualifiziertes Personal ausgeführt werden.

Warum entsteht Wärme innerhalb der Schallschutzkabine?

Der Elektromotor und der Seitenkanalverdichter erwärmen sich während des Betriebs. Bei freier Aufstellung kann ein Teil dieser Wärme unmittelbar an die Umgebung abgegeben werden.

Eine Schallschutzkabine umschließt die Maschine jedoch weitgehend. Dadurch wird neben der Schallabstrahlung auch der natürliche Luftaustausch eingeschränkt. Ohne eine gezielte Belüftung kann die Temperatur im Innenraum der Kabine ansteigen.

Die Wärmeabfuhr ist deshalb ein fester Bestandteil der Kabinenkonstruktion und muss bei Auswahl, Installation und Betrieb berücksichtigt werden.

HINWEIS: Eine räumlich passende Schallschutzkabine ist nicht automatisch thermisch für jeden Seitenkanalverdichter geeignet.

Betrieb nur bei eingeschaltetem Ventilator

Der elektrische Axialventilator muss bereits vor beziehungsweise spätestens mit dem Betrieb des Seitenkanalverdichters funktionsfähig sein.

FPZ untersagt den Betrieb des in der Schallschutzkabine installierten Seitenkanalverdichters bei ausgeschaltetem Elektroventilator.

Wichtiger Betriebshinweis

Seitenkanalverdichter innerhalb einer FPZ-Schallschutzkabine dürfen nicht mit ausgeschaltetem Axialventilator betrieben werden.

 

Axialventilatoren führen die erwärmte Luft ab

Die dokumentierten FPZ-Schallschutzkabinen verfügen über elektrische Axialventilatoren. Ihre Aufgabe besteht darin, die von Motor und Seitenkanalverdichter erzeugte Wärme aus dem Kabineninneren abzuführen.

Gleichzeitig ermöglichen vorgesehene Belüftungsöffnungen das Nachströmen von Umgebungsluft. Auf diese Weise entsteht ein definierter Luftaustausch zwischen Kabineninnenraum und Umgebung.

Anzahl, Anordnung und elektrische Ausführung der Ventilatoren unterscheiden sich je nach Kabinenmodell und Baugröße.

Belüftungsein- und -auslässe müssen frei bleiben

Die aktive Wärmeabfuhr funktioniert nur, wenn die vorgesehenen Luftwege frei sind.

Belüftungsgitter dürfen nicht durch Wände, Gegenstände, Verkleidungen oder Verschmutzungen blockiert werden. Auch eine nur teilweise Verringerung des freien Querschnitts kann den Luftaustausch beeinträchtigen.

Für SC5M, SC6M und SC8M verbietet FPZ ausdrücklich den Betrieb bei auch nur teilweise verstopften Belüftungsein- oder -auslässen.

Schallschutz und Belüftung dürfen nicht unabhängig voneinander verändert werden. Belüftungsöffnungen dürfen nicht verschlossen, verkleinert oder durch nachträgliche Dämmmaterialien verdeckt werden..

SC5M, SC6M und SC8M

Für SC5M, SC6M und SC8M verlangt FPZ mindestens 15 cm freien Raum rund um die Kabine, damit ein ausreichender Luftstrom in den Innenraum gewährleistet werden kann. Die Montageanleitung nennt eine maximal zulässige Umgebungstemperatur von 40 °C.

SC9M und SC10M

Für SC9M und SC10M zeigt die Installationsanleitung einen Mindestfreiraum von 25 cm rund um die Kabine. Als zulässigen Umgebungstemperaturbereich nennt FPZ −15 °C bis +40 °C.

Die erforderlichen Freiräume sind deshalb bereits bei der Anlagenplanung zu berücksichtigen. Sie dürfen später nicht durch zusätzliche Maschinen, Einhausungen oder gelagerte Gegenstände eingeschränkt werden.

Wärmeabfuhr ist Teil der modellbezogenen Zuordnung

FPZ ordnet den einzelnen Schallschutzkabinen bestimmte Seitenkanalverdichter zu.

Diese Zuordnung berücksichtigt nicht nur die Außenabmessungen und Anschlusspositionen der Maschine. Auch die vorgesehene Belüftung und die konstruktive Ausführung der Kabine sind Teil des Gesamtsystems.

Ein Seitenkanalverdichter kann deshalb räumlich in eine Kabine passen, ohne dass daraus automatisch eine ausreichende Wärmeabfuhr abgeleitet werden kann.

Für FPZ-Seitenkanalverdichter gelten ausschließlich die in der aktuellen Zuordnungstabelle aufgeführten Kombinationen aus Seitenkanalverdichter und Schallschutzkabine.

Fremdfabrikate: thermische Eignung nicht automatisch gegeben

Auch Seitenkanalverdichter anderer Hersteller können aufgrund ihrer Abmessungen räumlich in eine FPZ-Schallschutzkabine passen.

Für diese Fremdfabrikate liegen jedoch keine herstellerseitigen Zuordnungen zur vorhandenen Kabinenbelüftung vor.

SKVTechnik kann anhand der bereitgestellten Maße und technischen Daten eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen. Eine Bestätigung der thermischen Eignung oder ausreichenden Wärmeabfuhr ist damit nicht verbunden.

Verwendung mit Seitenkanalverdichtern anderer Hersteller

 

Die Beurteilung der Wärmeentwicklung, der erforderlichen Belüftung und des sicheren Betriebs eines Fremdfabrikats liegt beim Kunden beziehungsweise beim ausführenden Anlagenbauer.

Änderungen an Luftführung und Kabine vermeiden

 

Nachträgliche Veränderungen an Belüftungsgittern, Paneelen, Anschlussöffnungen oder der Luftführung können die Wärmeabfuhr verändern.

Auch zusätzliche Dämmmaterialien oder Einbauten innerhalb der Kabine können den freien Luftquerschnitt reduzieren.

Umbauten an der Schallschutzkabine werden nicht von SKVTechnik ausgeführt. Sie erfolgen eigenverantwortlich durch den Kunden oder einen beauftragten Anlagenbauer.

Änderungen an Belüftung und Kabine

Bei Fremdfabrikaten können Änderungen an Befestigung, Rohrleitungsführung, Kabeldurchführungen oder Anschlussöffnungen erforderlich werden.

Solche Anpassungen werden nicht von SKVTechnik ausgeführt. Sie erfolgen eigenverantwortlich durch den Kunden oder einen von ihm beauftragten Anlagenbauer.

Zusätzliche Öffnungen, veränderte Paneele oder eine geänderte Luftführung können die Geräuschreduzierung, die Wärmeabfuhr, die Witterungsbeständigkeit und die mechanische Ausführung der Kabine beeinflussen.

Veränderungen an der Schallschutzkabine führen grundsätzlich zum Erlöschen der Garantieansprüche. Umbauten erfolgen in der Verantwortung des Kunden.

Kontrolle vor der Inbetriebnahme

Vor der Inbetriebnahme sollte die Belüftungsfunktion entsprechend den Herstellerangaben kontrolliert werden.

Bei SC5M, SC6M und SC8M sind insbesondere die Funktion des Elektroventilators sowie freie Luftein- und -auslässe zu prüfen.

Bei SC9M und SC10M fordert FPZ zusätzlich die Kontrolle der richtigen Drehrichtung des Elektroventilators und die Prüfung, dass die Luft aus der Kabine geführt wird.

Vor dem Betrieb prüfen:

• Axialventilator eingeschaltet und funktionsfähig
• korrekte Luftförderrichtung
• Belüftungsöffnungen frei
• vorgeschriebene Mindestabstände vorhanden
• keine zusätzlichen Einbauten im Luftweg
• Seitenkanalverdichter korrekt montiert

Anhand dieser Angaben kann SKVTechnik eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen. Die abschließende Beurteilung der thermischen Eignung erfolgt durch den Kunden beziehungsweise den ausführenden Anlagenbauer.

Wärmeabfuhr bei der Auswahl berücksichtigen

SKVTechnik unterstützt Sie bei der Zuordnung einer Schallschutzkabine zu einem ausgewählten FPZ-Seitenkanalverdichter.

Für Seitenkanalverdichter anderer Hersteller kann anhand der bereitgestellten Maße und technischen Angaben eine unverbindliche räumliche Vorauswahl erfolgen. Eine thermische Freigabe oder Kompatibilitätsbestätigung ist damit nicht verbunden.

• Hersteller und vollständige Typenbezeichnung
• Länge, Breite und Höhe
• Bauform und Einbaulage
• Motorleistung
• Versorgungsspannung und Stromaufnahme
• Betriebsart und voraussichtliche Betriebsdauer
• Angaben zur Wärmeabgabe, sofern vorhanden
• zulässige Umgebungstemperatur
• Umgebungstemperatur am vorgesehenen Aufstellort
• Lage von Ansaug- und Druckanschluss
• Fotos oder technische Maßzeichnung

Anhand dieser Angaben kann SKVTechnik eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen. Die abschließende Beurteilung der thermischen Eignung erfolgt durch den Kunden beziehungsweise den ausführenden Anlagenbauer.

Aufstellbedingungen

Mindestabstände, Umgebungstemperatur sowie der Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und Regen beeinflussen die Aufstellung und unterscheiden sich je nach Kabinenbaureihe.

Mehr zur Geräuschminderung

Modellbezogene Ausführung

Belüftung, Anschlusspositionen und Kabinenabmessungen sind auf bestimmte FPZ-Seitenkanalverdichter abgestimmt.

Mehr zur modellbezogenen Ausführung

Wartungsfreundlicher Zugang

Aufklappbare Dächer beziehungsweise demontierbare Paneele ermöglichen die Kontrolle von Verdichter, Ventilator und Belüftungswegen.

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Technische Angaben auf Grundlage der aktuell vorliegenden FPZ-Dokumentation DS_ACC_DE_20-04, MI_SC5-SC6-SC8_DE_22-00 und MI_SC9-10_DE_22-01. Technische Änderungen durch den Hersteller vorbehalten. Maßangaben sind unverbindlich. Es gelten die jeweils aktuellen Herstellerunterlagen.

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