Schallschutzlösungen für Seitenkanalverdichter (Technische Unterstützung anfragen: +49 3741 2510951)
Geräuschminderung direkt am Seitenkanalverdichter
Seitenkanalverdichter erzeugen während des Betriebs Motor-, Maschinen- und Strömungsgeräusche. Eine Schallschutzkabine setzt deshalb unmittelbar an der Geräuschquelle an: Sie umschließt den Seitenkanalverdichter und begrenzt die Übertragung der Betriebsgeräusche in die Umgebung.
Für die dokumentierten FPZ-Schallschutzkabinen nennt der Hersteller eine Geräuschreduzierung von bis zu 10 dB(A).
Die tatsächliche Geräuschsituation einer Anlage wird jedoch nicht allein von der Kabine bestimmt. Auch Rohrleitungen, mechanische Befestigungen, Aufstellfläche, Betriebszustand und die örtliche Einbausituation beeinflussen das Ergebnis.
Was verursacht die Betriebsgeräusche?
Beim Betrieb eines Seitenkanalverdichters entstehen mehrere Geräuschanteile. Der Elektromotor, das rotierende Laufrad und die Luftbewegung innerhalb des Verdichters erzeugen jeweils eigene Betriebsgeräusche. Hinzu kommen Strömungsgeräusche an der Ansaugseite, an der Druckseite und innerhalb der angeschlossenen Rohrleitungen.
Mechanische Schwingungen können außerdem über die Maschinenfüße, die Befestigung, den Untergrund oder starre Rohrleitungsanschlüsse auf andere Bauteile übertragen werden. Diese Bauteile können dadurch selbst zur Schallabstrahlung beitragen.
Wie stark die Geräusche am Aufstellort wahrgenommen werden, hängt deshalb nicht allein vom Seitenkanalverdichter ab. Auch die Maschinenbaugröße, der tatsächliche Betriebspunkt, die Aufstellung, die Rohrleitungsführung, die räumliche Umgebung und weitere Geräuschquellen der Anlage beeinflussen das Ergebnis.
Die tatsächliche Geräuschsituation kann unter anderem beeinflusst werden durch:
- verwendeten Seitenkanalverdichter
- Betriebszustand und Betriebspunkt
- angeschlossene Rohrleitungen
- Ansaug- und Ausblassituation
- mechanische Befestigung
- Aufstellfläche
- räumliche Umgebung
- Reflexionen an Wänden und anderen Anlagenkomponenten
Geräuschminderung unmittelbar an der Quelle
Eine Schallschutzkabine umschließt den Seitenkanalverdichter unmittelbar am Entstehungsort der Betriebsgeräusche.
Dadurch wird ein Teil der innerhalb der Kabine auftretenden Schallenergie durch die Innenkonstruktion aufgenommen beziehungsweise an der direkten Abstrahlung in den umgebenden Raum gehindert.
FPZ verwendet dafür je nach Kabinenbaureihe unterschiedliche konstruktive Lösungen.
Bei SC5M, SC6M und SC8M besteht die Kabine aus einer Stahlblechkonstruktion mit schallabsorbierender Innenauskleidung. Bei SC9M und SC10M kommen eine Rahmen- und Paneelkonstruktion sowie schallschluckende beziehungsweise gedämmte Bauteile zum Einsatz.
Der Schallschutz wirkt direkt dort, wo Motor, Seitenkanalverdichter und Luftströmung die Betriebsgeräusche erzeugen.
Was bedeutet eine Verringerung um 10 dB(A)?
Eine Verringerung des Schalldruckpegels um 10 dB(A) ist akustisch deutlich wahrnehmbar.
Für die Auswahl einer Schallschutzkabine ist jedoch nicht nur der Zahlenwert entscheidend. Die Herstellerangabe beschreibt die Wirkung der vorgesehenen Kabinenkonstruktion. Der tatsächlich an einem Arbeitsplatz oder Messpunkt vorhandene Schalldruckpegel hängt zusätzlich von der gesamten Einbausituation ab.
Deshalb sollte die Angabe „bis zu 10 dB(A)“ als maximale dokumentierte Geräuschreduzierung der jeweiligen FPZ-Schallschutzkabine verstanden werden und nicht als garantierter Anlagen- oder Arbeitsplatzwert.
Unterschiedliche Geräuschquellen berücksichtigen
Beim Betrieb eines Seitenkanalverdichters entstehen unterschiedliche Geräuschanteile.
Dazu gehören insbesondere:
- Geräusche des Elektromotors
- mechanische Betriebsgeräusche des Seitenkanalverdichters
- Strömungsgeräusche
- Geräusche an Ansaug- und Druckleitungen
- durch Schwingungen angeregte angrenzende Bauteile
Eine Schallschutzkabine reduziert vor allem die direkte Schallabstrahlung des umschlossenen Aggregats.
Geräusche, die über Rohrleitungen, Befestigungen oder andere Anlagenkomponenten übertragen werden, müssen zusätzlich bei der Installation berücksichtigt werden.
Schallabsorbierende Innenkonstruktion
Die Innenkonstruktion der Schallschutzkabine trägt dazu bei, Schallreflexionen innerhalb der Einhausung zu begrenzen.
Bei SC5M, SC6M und SC8M beschreibt FPZ ein schallabsorbierendes Innenfutter aus Polyurethan.
Bei SC9M und SC10M verwendet FPZ eine andere konstruktive Ausführung. Nach Auskunft von FPZ besteht die schallschluckende Innenauskleidung aus PU-Gewebe. Zusätzlich beschreibt das technische Datenblatt gedämmte Paneele als Bestandteil der Kabinenkonstruktion.
Die verwendeten Materialien sind Bestandteil der jeweiligen Herstellerkonstruktion und sollten nicht unabhängig von der übrigen Kabine betrachtet werden.
Mechanische Schwingungen nicht vergessen
Nicht jedes Betriebsgeräusch wird ausschließlich durch die Luft übertragen.
Mechanische Schwingungen des Seitenkanalverdichters können über Befestigung, Rohrleitungen oder den Untergrund in angrenzende Bauteile eingeleitet werden. Diese Bauteile können anschließend selbst Geräusche abstrahlen.
Bei SC5M, SC6M und SC8M steht die Schallschutzkabine deshalb auf vier Gummischwingungsdämpfern.
FPZ fordert außerdem für die Verbindung mit der externen Leitung flexible Muffen. Starre Leitungen sollen vermieden werden, da sie mechanische Spannungen und gefährliche Vibrationen verursachen können.
Die Aufstellfläche beeinflusst das akustische Ergebnis
Auch eine hochwertige Schallschutzkabine sollte nicht auf einem Untergrund installiert werden, der Geräusche zusätzlich überträgt oder verstärkt.
FPZ weist ausdrücklich darauf hin, die dokumentierten SC-Schallschutzkabinen nicht auf Konstruktionen wie Tanks oder Metallplatten aufzustellen, die Geräusche übertragen oder verstärken können.
Eine stabile und für die jeweilige Kabinenkonstruktion geeignete Aufstellfläche ist deshalb Bestandteil einer fachgerechten Installation.
Die Schallschutzkabine kann ihre Aufgabe nicht unabhängig von Rohrleitungen, Befestigungen und Aufstellfläche erfüllen.
Flexible Anschlüsse begrenzen mechanische Übertragungswege
Für SC5M, SC6M und SC8M fordert FPZ beim Anschluss an die externe Anlagenleitung ausdrücklich flexible Muffen.
Starre Leitungsanschlüsse sollen vermieden werden.
Damit wird verhindert, dass die externe Rohrleitung zu einer starren mechanischen Verbindung zwischen Seitenkanalverdichter, Schallschutzkabine und übriger Anlage wird.
Auch in den Installationsplänen für SC9M und SC10M sind flexible Muffen als Bestandteil der Leitungsführung vorgesehen.
Geräuschminderung und Wärmeabfuhr müssen zusammen funktionieren
Eine Schallschutzkabine kann nicht vollständig luftdicht geschlossen werden.
Motor und Seitenkanalverdichter erzeugen während des Betriebs Wärme, die aus der Kabine abgeführt werden muss. Deshalb verfügen die FPZ-Schallschutzkabinen über Belüftungsöffnungen und elektrische Axialventilatoren.
Diese Öffnungen sind Teil der vorgesehenen Konstruktion und dürfen nicht eigenmächtig verschlossen oder mit zusätzlichen Dämmmaterialien abgedeckt werden.
Der Seitenkanalverdichter darf innerhalb der Kabine nur mit eingeschaltetem und funktionsfähigem Axialventilator betrieben werden.
Bei SC5M, SC6M und SC8M untersagt FPZ zusätzlich ausdrücklich den Betrieb bei auch nur teilweise verstopften Belüftungsein- oder -auslässen.
Modellbezogene Auswahl ist Voraussetzung
FPZ ordnet seinen Seitenkanalverdichtern bestimmte Schallschutzkabinen zu.
Dabei spielen nicht nur die Außenabmessungen des Verdichters eine Rolle. Auch Anschlusspositionen, Bauform, Befestigung, Belüftung, Wärmeentwicklung und Montageart müssen zur Kabinenkonstruktion passen.
Für FPZ-Seitenkanalverdichter gelten deshalb ausschließlich die jeweils aktuellen Herstellerzuordnungen.
Eine größere Schallschutzkabine ist nicht automatisch eine geeignete Schallschutzkabine.
Fremdfabrikate
Auch Seitenkanalverdichter anderer Hersteller können aufgrund ihrer Abmessungen räumlich in eine FPZ-Schallschutzkabine passen.
Daraus ergibt sich jedoch keine automatische Aussage über die akustische Wirkung.
SKVTechnik kann anhand der vom Kunden zur Verfügung gestellten Abmessungen und technischen Daten eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen.
Eine Bestätigung, dass bei einem Fremdfabrikat die von FPZ für seine vorgesehenen Kombinationen dokumentierte Geräuschreduzierung erreicht wird, ist damit nicht verbunden.
Ebenso können wir keine technische Freigabe hinsichtlich Wärmeabfuhr, Befestigung, Schwingungsentkopplung oder Anschlussführung für Fremdfabrikate erteilen.
Nachträgliche Veränderungen können die Geräuschminderung beeinflussen
Änderungen an Paneelen, Anschlussöffnungen, Belüftungsgittern, Innenauskleidung oder Befestigungspunkten können die vom Hersteller vorgesehene Konstruktion verändern.
Auch zusätzliche Öffnungen oder eigenmächtig eingebrachte Dämmmaterialien können Auswirkungen auf:
- Geräuschminderung
- Wärmeabfuhr
- Luftführung
- mechanische Stabilität
- Witterungsschutz
haben.
Umbauten an der Schallschutzkabine werden nicht von SKVTechnik ausgeführt. Erforderliche Änderungen erfolgen eigenverantwortlich durch den Kunden beziehungsweise einen beauftragten Anlagenbauer.
Veränderungen an der Schallschutzkabine führen grundsätzlich zum Erlöschen der Garantieansprüche.
Installation regelmäßig kontrollieren
Auch nach der Inbetriebnahme sollten die für den Schallschutz relevanten mechanischen Verbindungen kontrolliert werden.
Bei SC5M, SC6M und SC8M fordert FPZ unter anderem regelmäßige Kontrollen der Gebläsebefestigung und der Leitungsanschlüsse.
Beim Ausbau des Seitenkanalverdichters ist außerdem die Unversehrtheit der flexiblen Manschetten zu kontrollieren.
Damit bleibt die für die jeweilige Kabine vorgesehene mechanische und akustische Installation erhalten.
Beratung und Anfrage
Geräuschminderung modellbezogen planen
SKVTechnik unterstützt Sie bei der Auswahl einer geeigneten Schallschutzkabine für einen FPZ-Seitenkanalverdichter.
Dabei berücksichtigen wir die aktuelle Herstellerzuordnung sowie die konstruktiven Anforderungen an Anschlüsse, Belüftung und Montage.
Bei Seitenkanalverdichtern anderer Hersteller können wir auf Grundlage der bereitgestellten technischen Daten ausschließlich eine unverbindliche räumliche Vorauswahl unterstützen.
Bitte übermitteln Sie uns:
- Hersteller und vollständige Typenbezeichnung
- Bauform des Seitenkanalverdichters
- Länge, Breite und Höhe
- Position und Abmessungen der Maschinenfüße
- Lage und Größe von Ansaug- und Druckanschluss
- Motorleistung und Versorgungsspannung
- Stromaufnahme
- Angaben zur Wärmeabgabe, sofern verfügbar
- vorgesehenen Aufstellort
- Fotos oder eine technische Maßzeichnung
Bei einem eindeutig bezeichneten FPZ-Seitenkanalverdichter prüfen wir die dafür vorgesehene Schallschutzkabine. Bei Fremdfabrikaten kann lediglich eine unverbindliche räumliche Vorauswahl erfolgen.
Kontrollierte Wärmeabfuhr
Elektrische Axialventilatoren und Belüftungsöffnungen ermöglichen die erforderliche Wärmeabfuhr innerhalb der Schallschutzkabine.
Verringerung der Schwingungsübertragung
Schwingungsdämpfer, flexible Leitungsanschlüsse und ein geeigneter Untergrund begrenzen zusätzliche mechanische Übertragungswege.
Schallabsorbierende Materialien
Je nach Kabinenbaureihe kommen unterschiedliche schallabsorbierende Innenauskleidungen und gedämmte Paneelkonstruktionen zum Einsatz. Bei SC9M und SC10M beschreibt FPZ die schallschluckende Innenauskleidung als PU-Gewebe.
Technischer Hinweis
Die Angabe einer Geräuschreduzierung von maximal 10 dB(A) ist eine Herstellerangabe für die dokumentierten FPZ-Schallschutzkabinen. Die tatsächliche Geräuschsituation einer Anlage hängt zusätzlich von Aufstellung, Rohrleitungen, Betriebsbedingungen und Umgebung ab.
Technische Änderungen durch den Hersteller vorbehalten. Maßangaben sind unverbindlich. Es gelten die jeweils aktuellen Herstellerunterlagen.