Air-Lift-Förderung und Rezirkulation in Abwasseranlagen
Flüssigkeiten und Schlämme fördern – ohne bewegliche Teile im Medium
Was passiert bei der Air-Lift-Förderung und Rezirkulation in Abwasseranlagen?
Bei der Air-Lift-Förderung wird Luft in ein Steigrohr oder eine Förderleitung eingebracht. Die eingetragene Luft verringert die Dichte des Wasser-Luft-Gemisches im Rohr. Dadurch entsteht eine Auftriebswirkung, die Flüssigkeiten, Schlämme oder mitgeführte Feststoffe nach oben bewegt.
In Abwasseranlagen kann dieses Prinzip genutzt werden, um Wasserströme umzuwälzen, Schlammanteile zu fördern oder Medien innerhalb einer Prozessstufe zu rezirkulieren. Im Medium selbst befinden sich dabei keine rotierenden oder beweglichen Maschinenteile. Die eigentliche Antriebsenergie liefert die eingebrachte Prozessluft.
Der Seitenkanalverdichter erzeugt den erforderlichen Volumenstrom und den notwendigen Überdruck für den Lufteintrag. Entscheidend sind Förderhöhe, Eintauchtiefe, Rohrdurchmesser, gewünschte Fördermenge und die Beschaffenheit des Mediums.
Typische Anforderungen
Für diese Anwendung sollten folgende Punkte geprüft werden:
- gewünschte Fördermenge beziehungsweise Rezirkulationsmenge
- erforderlicher Luftvolumenstrom
- benötigter Überdruck am Lufteintrag
- Förderhöhe und Eintauchtiefe des Air-Lift-Systems
- Rohrdurchmesser und Geometrie der Förderleitung
- Medium: Wasser, Abwasser, Schlamm oder sandhaltiges Gemisch
- Feststoffanteil und mögliche Ablagerungen
- Dauerbetrieb oder Intervallbetrieb
- Aufstellort des Seitenkanalverdichters
- Standardausführung ohne ATEX, sofern keine explosionsgefährdete Atmosphäre vorliegt
Prozessbeschreibung: Air-Lift-Förderung und Rezirkulation in Abwasseranlagen
Die Air-Lift-Förderung nutzt Prozessluft, um Flüssigkeiten oder Schlämme über ein Steigrohr zu bewegen. Die Luft wird im unteren Bereich des Systems eingebracht. Die entstehenden Luftblasen steigen im Rohr auf und reißen das umgebende Medium mit. So entsteht eine Förderwirkung, die ohne mechanische Pumpe im Medium auskommt.
In der Wasser- und Abwasserbehandlung eignet sich dieses Prinzip für Hebe-, Umwälz- und Rezirkulationsaufgaben. Es kann zum Beispiel eingesetzt werden, wenn Wasser, Schlamm oder mitgeführte Feststoffe schonend innerhalb einer Anlage bewegt werden sollen. Da keine beweglichen Teile im Medium arbeiten, ist das Verfahren für verschmutzte oder feststoffhaltige Medien besonders interessant.
Der Seitenkanalverdichter liefert die notwendige Luft für den Air-Lift-Prozess. Die Auslegung muss auf Förderhöhe, Eintauchtiefe, Rohrquerschnitt, Medium und gewünschte Förderleistung abgestimmt werden. Je nach Anwendung kann die Air-Lift-Förderung eine einfache, robuste und wartungsfreundliche Lösung für interne Förder- und Rezirkulationsaufgaben sein.
Wirtschaftlicher Vorteil ohne ATEX
In vielen Anwendungen der Wasser- und Abwasserbehandlung ist für die Air-Lift-Förderung keine ATEX-Ausführung erforderlich. Wenn keine explosionsgefährdete Atmosphäre vorliegt, können Standard-Seitenkanalverdichter ohne ATEX eingesetzt werden.
Diese Geräte bieten bei gleicher Leistung eine wirtschaftliche Alternative zu ATEX-Ausführungen. Sie sind günstiger in der Anschaffung und können mit einer effektiven Lieferzeit von etwa 2 bis 3 Wochen deutlich schneller verfügbar sein. Das ist besonders interessant, wenn bestehende Anlagen kurzfristig erweitert, umgebaut oder mit einer zusätzlichen Rezirkulationsfunktion ergänzt werden sollen.
Seitenkanalverdichter für Air-Lift-Förderung auslegen lassen
Für die Air-Lift-Förderung muss der Seitenkanalverdichter so ausgewählt werden, dass ausreichend Luftmenge und Überdruck für die gewünschte Förder- oder Rezirkulationsaufgabe bereitgestellt werden. SKVTechnik unterstützt bei der technischen Vorauswahl geeigneter Standard-Seitenkanalverdichter ohne ATEX, sofern keine explosionsgefährdete Atmosphäre vorliegt.
Angaben, die bei der Anfrage helfen
- gewünschte Fördermenge oder Rezirkulationsmenge
- Förderhöhe
- Eintauchtiefe beziehungsweise Einblastiefe
- Rohrdurchmesser und Leitungslänge
- gewünschter Volumenstrom der Prozessluft
- benötigter Überdruck, sofern bekannt
- Medium: Wasser, Abwasser, Schlamm oder sandhaltiges Medium
- Feststoffanteil oder besondere Belastungen
- Dauerbetrieb oder Intervallbetrieb
- Aufstellort des Seitenkanalverdichters
- Einsatzfall: Air-Lift-Förderung, Umwälzung oder Rezirkulation
- vorhandene elektrische Anschlussdaten