Temperaturhomogenisierung im Fermenter mit Seitenkanalverdichtern

Eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Fermenter unterstützt stabile Prozessbedingungen bei der Biogaserzeugung. Seitenkanalverdichter können eingesetzt werden, um Gasströme bereitzustellen, die zur Durchmischung beitragen und Temperaturunterschiede im Fermenter reduzieren helfen.

Was passiert bei der Temperaturhomogenisierung im Fermenter?

Bei der Temperaturhomogenisierung wird die Durchmischung im Fermenter so unterstützt, dass warme und kühlere Bereiche besser miteinander vermischt werden. Dadurch können Temperaturunterschiede im Substrat reduziert und gleichmäßigere Bedingungen für den biologischen Prozess geschaffen werden.

Ein Seitenkanalverdichter kann dabei einen definierten Gasstrom bereitstellen. Dieser Gasstrom wird über Leitungen, Gaslanzen oder Düsen in den Fermenter eingebracht. Die aufsteigenden Gasblasen erzeugen Bewegung im Substrat und unterstützen die Verteilung von Wärme im Fermenter.

Ziel ist nicht die eigentliche Wärmeerzeugung, sondern die bessere Verteilung vorhandener Wärme innerhalb des Fermenterinhalts.

Typische Anforderungen an die Verdichtertechnik

  • gleichmäßiger Gasstrom zur Unterstützung der Durchmischung

  • ausreichender Überdruck für Gaslanzen oder Einblasdüsen

  • Auslegung nach Fermentergröße und Einblastiefe

  • Berücksichtigung von Leitungslängen und Druckverlusten

  • geeignete Betriebsweise für kontinuierliche oder intervallartige Durchmischung

  • Prüfung der Gasfeuchtigkeit und möglicher Kondensatbildung

  • geeignete Werkstoffe und Abdichtung bei feuchtem Biogas

  • ATEX-Ausführung je nach Aufstellort und Zoneneinteilung

Prozessbeschreibung: Temperaturhomogenisierung im Fermenter mit Seitenkanalverdichter

Bei der Temperaturhomogenisierung im Fermenter geht es darum, Temperaturunterschiede innerhalb des Substrats zu reduzieren. In Fermentern können sich je nach Geometrie, Substrat, Wärmeeintrag und Strömungsverhalten unterschiedlich temperierte Bereiche bilden. Solche Temperaturzonen können den biologischen Prozess beeinflussen, weil Mikroorganismen auf möglichst stabile Umgebungsbedingungen angewiesen sind.

Ein Seitenkanalverdichter kann eingesetzt werden, um einen definierten Gasstrom bereitzustellen. Das Gas wird über Rohrleitungen, Gaslanzen oder Düsen in den Fermenter eingebracht. Die aufsteigenden Gasblasen erzeugen Bewegung im Substrat und unterstützen die Durchmischung. Dadurch kann vorhandene Wärme gleichmäßiger im Fermenter verteilt werden.

Der Seitenkanalverdichter übernimmt dabei nicht die Aufgabe der Beheizung. Er unterstützt die Verteilung der vorhandenen Wärme durch die gasgestützte Bewegung im Fermenter. Die Auslegung richtet sich unter anderem nach Fermentergröße, Einblastiefe, Leitungslängen, Anzahl der Einblasstellen, gewünschter Durchmischungswirkung und den vorhandenen Druckverlusten.

Da bei diesem Prozess Biogas oder Prozessgas mit Feuchtigkeit und möglicherweise aggressiven Bestandteilen auftreten kann, sollten Materialauswahl, Abdichtung und mögliche Korrosionsschutzmaßnahmen bei der Auswahl des Verdichters berücksichtigt werden. Je nach Aufstellort und Zoneneinteilung kann außerdem eine geeignete ATEX-Ausführung erforderlich sein.

Warum ATEX und Korrosionsschutz wichtig sind

Bei der Temperaturhomogenisierung kann der Seitenkanalverdichter mit Biogas oder Prozessgas aus dem Anlagenumfeld in Kontakt kommen. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, muss je nach Aufstellort, Gasführung und Zoneneinteilung geprüft werden, ob eine geeignete ATEX-Ausführung erforderlich ist.

Neben dem Explosionsschutz ist der Korrosionsschutz ein wichtiger Punkt. Biogas kann feucht sein und je nach Zusammensetzung aggressive Bestandteile enthalten. Besonders bei Stillstandszeiten kann sich Kondensat im Inneren des Verdichters niederschlagen. Dieses Kondensat kann Innenflächen, Laufräder, Schrauben und weitere Bauteile angreifen.

Korrosion kann die engen Spaltmaße im Seitenkanalverdichter verändern. Dadurch können Druckaufbau, Volumenstrom und langfristige Funktionsfähigkeit beeinträchtigt werden. Deshalb sollte die Maschine nicht nur nach Leistung, sondern auch nach Medium, Feuchtigkeit, Betriebsweise und Einbausituation ausgewählt werden.

Mögliche Schutzmaßnahmen für feuchtes Biogas

Feuchtes Biogas kann bei ungünstigen Betriebsbedingungen zu Kondensation und Korrosionsbelastung im Seitenkanalverdichter führen. Deshalb sollte bei der Auslegung geprüft werden, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen für den konkreten Einsatzfall sinnvoll sind.

Mögliche Maßnahmen können sein:

  • behandelte oder versiegelte Innenflächen

  • geeignete korrosionsbeständige Werkstoffe

  • Edelstahlschrauben für besonders beanspruchte Bereiche

  • abgedichtete Ausführung zur besseren Trennung sensibler Bereiche

  • geeignete Materialauswahl für Gehäuse, Laufrad und Verbindungselemente

  • Prüfung möglicher Kondensatbildung in Leitungen und Maschine

  • regelmäßige Kontrolle bei Anlagen mit längeren Stillstandszeiten

Welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Gaszusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Betriebsweise und Einbausituation ab.

Seitenkanalverdichter für Temperaturhomogenisierung auslegen lassen

Für die Temperaturhomogenisierung im Fermenter muss der Seitenkanalverdichter passend zur Fermentergröße, zur Einblastiefe und zur gewünschten Durchmischungswirkung ausgewählt werden. Entscheidend sind unter anderem der benötigte Gasvolumenstrom, der erforderliche Überdruck, die Leitungslängen, die Anzahl der Einblasstellen und die Betriebsweise der Anlage.

SKVTechnik unterstützt Sie bei der Auswahl eines geeigneten Seitenkanalverdichters für Ihren konkreten Einsatzfall. Besonders bei feuchtem Biogas, möglichen Stillstandszeiten, ATEX-relevanten Bereichen oder Korrosionsschutzanforderungen sollte die Maschine anwendungsbezogen geprüft werden.

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Diese Angaben helfen bei der Anfrage

  • Einsatzfall: Temperaturhomogenisierung im Fermenter
  • Fermentergröße oder Anlagenvolumen
  • gewünschter Gasvolumenstrom
  • erforderlicher Überdruck an den Einblasstellen
  • Einblastiefe und Anzahl der Gaslanzen oder Düsen
  • Leitungslängen und mögliche Druckverluste
  • Zusammensetzung und Feuchtigkeit des Gases
  • Temperaturbereich im Prozess
  • Betriebsweise: Dauerbetrieb, Intervallbetrieb oder Standby
  • Aufstellort des Verdichters
  • mögliche ATEX-Anforderungen
  • gewünschte Korrosionsschutzmaßnahmen
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