Gastransport zwischen Anlagenteilen mit Seitenkanalverdichtern
In Biogasanlagen müssen Gasströme häufig zwischen verschiedenen Anlagenbereichen gefördert werden. Seitenkanalverdichter können eingesetzt werden, um Biogas oder Prozessgas mit definiertem Volumenstrom und geeignetem Druckniveau von einem Anlagenteil zum nächsten zu transportieren.
Was passiert beim Gastransport zwischen Anlagenteilen?
Beim Gastransport zwischen Anlagenteilen wird Biogas oder Prozessgas aus einem Bereich der Anlage entnommen und zu einem anderen Anlagenbereich weitergeführt. Das kann zum Beispiel zwischen Fermenter, Nachgärer, Gasspeicher, Gasaufbereitung, Entschwefelung, Trocknung oder Verbraucher erfolgen.
Ein Seitenkanalverdichter kann eingesetzt werden, um den erforderlichen Gasvolumenstrom bereitzustellen und Druckverluste im Leitungssystem auszugleichen. Er unterstützt den Transport des Gases über Rohrleitungen, Armaturen, Filter, Kondensatabscheider oder weitere Prozessstufen.
Ziel ist ein zuverlässiger Gasstrom zwischen den Anlagenbereichen. Die Auslegung muss zum benötigten Volumenstrom, zum Druckbedarf, zur Leitungslänge und zu den vorhandenen Druckverlusten passen.
Typische Anforderungen an die Verdichtertechnik
- definierter Gasvolumenstrom zwischen Anlagenbereichen
- ausreichender Überdruck zur Überwindung von Druckverlusten
- Auslegung nach Leitungslänge, Rohrquerschnitt und Gasbedarf
- Berücksichtigung von Armaturen, Filtern, Trocknung oder Aufbereitungsstufen
- geeignete Werkstoffe und Abdichtung bei feuchtem Biogas
- Prüfung möglicher Kondensatbildung in Leitungen und Maschine
- zuverlässiger Betrieb bei schwankender Gasproduktion oder wechselndem Gasbedarf
- ATEX-Ausführung je nach Aufstellort und Zoneneinteilung
Prozessbeschreibung: Gastransport zwischen Anlagenteilen mit Seitenkanalverdichter
Beim Gastransport zwischen Anlagenteilen wird Biogas oder Prozessgas innerhalb der Anlage von einem Bereich in einen anderen gefördert. Je nach Anlagenaufbau kann das Gas aus dem Fermenter, einem Nachgärer, einem Gasspeicher oder einem nachgeschalteten Gasbereich entnommen und zu weiteren Prozessstufen geführt werden. Dazu können zum Beispiel Gasaufbereitung, biologische Entschwefelung, Trocknung, Verbraucher oder andere technische Anlagenteile gehören.
Ein Seitenkanalverdichter kann dabei die Aufgabe übernehmen, den notwendigen Gasvolumenstrom bereitzustellen. Er erzeugt den erforderlichen Überdruck, um Druckverluste im Leitungssystem zu überwinden. Solche Druckverluste können durch Rohrleitungslängen, Bögen, Armaturen, Filter, Kondensatabscheider, Rückschlagklappen oder weitere Anlagenkomponenten entstehen.
Die Auslegung richtet sich unter anderem nach dem benötigten Volumenstrom, dem erforderlichen Druckniveau, der Leitungslänge, dem Rohrleitungsquerschnitt, den angeschlossenen Prozessstufen und der Betriebsweise. Auch die Frage, ob der Gastransport dauerhaft, intervallweise oder abhängig vom Anlagenzustand erfolgt, kann für die Auswahl der Maschine wichtig sein.
Da Biogas feucht sein kann und je nach Zusammensetzung aggressive Bestandteile enthalten kann, sollten Materialauswahl, Abdichtung und mögliche Korrosionsschutzmaßnahmen frühzeitig geprüft werden. Besonders bei Stillstandszeiten, Temperaturunterschieden oder ungünstiger Leitungsführung kann Kondensat entstehen. Dieses Kondensat kann Leitungen, Armaturen und den Seitenkanalverdichter belasten.
Je nach Aufstellort, Gasführung und Zoneneinteilung kann außerdem eine geeignete ATEX-Ausführung erforderlich sein. Für einen zuverlässigen Gastransport zwischen Anlagenteilen sollte die Maschine deshalb nicht pauschal ausgewählt, sondern passend zum konkreten Leitungssystem und zum Medium ausgelegt werden.
Warum ATEX und Korrosionsschutz wichtig sind
Beim Gastransport zwischen Anlagenteilen wird Biogas oder Prozessgas innerhalb der Anlage bewegt. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, muss je nach Anlagenbereich, Aufstellort, Gasführung und Zoneneinteilung geprüft werden, ob eine geeignete ATEX-Ausführung des Seitenkanalverdichters erforderlich ist.
Neben dem Explosionsschutz ist der Korrosionsschutz ein wichtiger Punkt. Feuchtes Biogas kann in Verbindung mit Kondensation und aggressiven Bestandteilen Bauteile angreifen. Besonders bei Stillstand, Temperaturunterschieden oder langen Leitungswegen kann sich Kondensat bilden und in Richtung Maschine gelangen.
Korrosion kann die engen Spaltmaße im Seitenkanalverdichter verändern und dadurch Druckaufbau, Volumenstrom und langfristige Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb sollte die Maschine nicht nur nach Gasmenge und Druck, sondern auch nach Medium, Feuchtigkeit, Leitungssystem, Betriebsweise und Aufstellort ausgewählt werden.
Mögliche Schutzmaßnahmen für feuchtes Biogas
Beim Gastransport zwischen Anlagenteilen können Feuchtigkeit, Kondensation und aggressive Bestandteile im Biogas eine Rolle spielen. Deshalb sollte bei der Auslegung geprüft werden, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen für den konkreten Einsatzfall sinnvoll sind.
Mögliche Maßnahmen können sein:
- behandelte oder versiegelte Innenflächen
- geeignete korrosionsbeständige Werkstoffe
- Edelstahlschrauben für besonders beanspruchte Bereiche
- abgedichtete Ausführung zur besseren Trennung sensibler Bereiche
- geeignete Materialauswahl für Gehäuse, Laufrad und Verbindungselemente
- Prüfung der Leitungsführung zur Vermeidung ungünstiger Kondensatbildung
- Kondensatmanagement im Leitungssystem
- regelmäßige Kontrolle bei Anlagen mit längeren Stillstandszeiten
Welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Gaszusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Betriebsweise, Leitungssystem und Aufstellort ab.
Seitenkanalverdichter für Gastransport zwischen Anlagenteilen auslegen lassen
Für den Gastransport zwischen Anlagenteilen muss der Seitenkanalverdichter passend zum benötigten Gasvolumenstrom, zum Druckbedarf und zum vorhandenen Leitungssystem ausgewählt werden. Entscheidend sind unter anderem Leitungslängen, Rohrquerschnitte, Armaturen, Filter, Kondensatabscheider, angeschlossene Prozessstufen und die Betriebsweise der Anlage.
SKVTechnik unterstützt Sie bei der Auswahl eines geeigneten Seitenkanalverdichters für Ihren konkreten Einsatzfall. Besonders bei feuchtem Biogas, möglichen Stillstandszeiten, langen Leitungswegen, ATEX-relevanten Bereichen oder Korrosionsschutzanforderungen sollte die Maschine anwendungsbezogen geprüft werden.
Diese Angaben helfen bei der Anfrage:
- Einsatzfall: Gastransport zwischen Anlagenteilen
- Start- und Zielbereich des Gastransports
- benötigter Gasvolumenstrom
- erforderlicher Überdruck am Zielpunkt
- Leitungslänge und Rohrleitungsquerschnitt
- vorhandene Armaturen, Filter, Kondensatabscheider oder Aufbereitungsstufen
- mögliche Druckverluste im Leitungssystem
- Zusammensetzung und Feuchtigkeit des Gases
- Temperaturbereich im Prozess
- Betriebsweise: Dauerbetrieb, Intervallbetrieb oder Standby
- Aufstellort des Verdichters
- mögliche ATEX-Anforderungen
- gewünschte Korrosionsschutzmaßnahmen