Biologische Entschwefelung mit Seitenkanalverdichtern

Bei der biologischen Entschwefelung wird dem Prozess eine definierte Luftmenge zugeführt, um den Abbau von Schwefelwasserstoff im Biogas zu unterstützen. Seitenkanalverdichter können dafür eingesetzt werden, einen gleichmäßigen Luftstrom bereitzustellen und die Luft gezielt in den vorgesehenen Anlagenbereich einzubringen.

Was passiert bei der biologischen Entschwefelung?

Bei der biologischen Entschwefelung wird Schwefelwasserstoff im Biogas durch biologische Prozesse reduziert. Dafür wird dem Prozess eine begrenzte und definierte Luftmenge zugeführt. Der enthaltene Sauerstoff unterstützt Mikroorganismen, die Schwefelverbindungen umsetzen können.

Ein Seitenkanalverdichter kann die Aufgabe übernehmen, die benötigte Luftmenge bereitzustellen und über Leitungen, Düsen oder Einblasstellen in den vorgesehenen Prozessbereich einzubringen. Der Luftstrom muss dabei zur Anlage, zum Gasvolumenstrom und zum gewünschten Entschwefelungsprozess passen.

Ziel ist eine kontrollierte Luftzufuhr, ohne den Prozess unnötig zu stören. Deshalb müssen Volumenstrom, Druck, Leitungslängen und Einbringstelle sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

Typische Anforderungen an die Verdichtertechnik

  • definierter Luftvolumenstrom für die biologische Entschwefelung
  • gleichmäßige Luftzufuhr in den vorgesehenen Prozessbereich
  • ausreichender Überdruck zur Überwindung von Leitungslängen und Druckverlusten
  • Auslegung nach Gasvolumenstrom und Anlagenaufbau
  • Berücksichtigung von Düsen, Einblasstellen oder Verteilsystemen
  • geeignete Betriebsweise für kontinuierliche oder intervallartige Luftzufuhr
  • Prüfung von Feuchtigkeit, Kondensat und Umgebungsbedingungen
  • ATEX-Ausführung je nach Aufstellort und Zoneneinteilung

Prozessbeschreibung: Biologische Entschwefelung mit Seitenkanalverdichter

Bei der biologischen Entschwefelung wird dem Biogasprozess eine definierte Luftmenge zugeführt. Der in der Luft enthaltene Sauerstoff kann biologische Prozesse unterstützen, durch die Schwefelwasserstoff reduziert wird. Die Luft wird dabei nicht beliebig eingebracht, sondern muss passend zum Prozess, zur Gasmenge und zur Ausführung der Anlage dosiert und verteilt werden.

Ein Seitenkanalverdichter kann eingesetzt werden, um den erforderlichen Luftvolumenstrom bereitzustellen. Die Luft wird über Rohrleitungen, Verteiler, Düsen oder Einblasstellen in den vorgesehenen Anlagenbereich geführt. Der Verdichter erzeugt den notwendigen Überdruck, um Druckverluste in Leitungen, Armaturen oder Einblaselementen zu überwinden.

Die Auslegung richtet sich unter anderem nach dem benötigten Luftvolumenstrom, dem Druckbedarf, der Leitungslänge, der Anzahl der Einbringstellen und der Betriebsweise. Auch die Frage, ob die Luft kontinuierlich oder intervallweise zugeführt wird, kann für die Auswahl der Maschine wichtig sein.

Da sich Seitenkanalverdichter in Biogasanlagen häufig in einem Umfeld mit Feuchtigkeit, Biogas und möglichen aggressiven Bestandteilen befinden, sollten Materialauswahl, Abdichtung und mögliche Korrosionsschutzmaßnahmen geprüft werden. Je nach Aufstellort und Zoneneinteilung kann außerdem eine geeignete ATEX-Ausführung erforderlich sein.

Warum ATEX und Korrosionsschutz wichtig sind

Bei der biologischen Entschwefelung wird Luft in einen Prozess eingebracht, der mit Biogas in Verbindung steht. Da Biogas brennbare Bestandteile enthalten kann, muss je nach Anlagenbereich, Aufstellort und Zoneneinteilung geprüft werden, ob eine geeignete ATEX-Ausführung des Seitenkanalverdichters erforderlich ist.

Auch der Korrosionsschutz sollte berücksichtigt werden. Biogas kann feucht sein und je nach Zusammensetzung aggressive Bestandteile enthalten. Besonders bei Stillstandszeiten, Temperaturunterschieden oder ungünstiger Leitungsführung kann Kondensat entstehen. Dieses Kondensat kann Innenflächen, Laufräder, Schrauben und weitere Bauteile angreifen.

Korrosion kann die engen Spaltmaße im Seitenkanalverdichter verändern und dadurch Druckaufbau, Volumenstrom und langfristige Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Deshalb sollte die Maschine nicht nur nach Luftmenge und Druck ausgewählt werden, sondern auch nach Medium, Feuchtigkeit, Betriebsweise, Aufstellort und sicherheitstechnischen Anforderungen.

Mögliche Schutzmaßnahmen für feuchtes Biogas

Feuchtigkeit und Kondensation können in Anlagen zur biologischen Entschwefelung eine Rolle spielen. Deshalb sollte bei der Auslegung geprüft werden, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen für den konkreten Einsatzfall sinnvoll sind.

Mögliche Maßnahmen können sein:

  • behandelte oder versiegelte Innenflächen
  • geeignete korrosionsbeständige Werkstoffe
  • Edelstahlschrauben für besonders beanspruchte Bereiche
  • abgedichtete Ausführung zur besseren Trennung sensibler Bereiche
  • geeignete Materialauswahl für Gehäuse, Laufrad und Verbindungselemente
  • Prüfung möglicher Kondensatbildung in Leitungen und Maschine
  • regelmäßige Kontrolle bei Anlagen mit längeren Stillstandszeiten

Welche Maßnahmen tatsächlich erforderlich sind, hängt von Gaszusammensetzung, Feuchtigkeit, Temperatur, Betriebsweise, Leitungssystem und Aufstellort ab.

Seitenkanalverdichter für biologische Entschwefelung auslegen lassen

Für die biologische Entschwefelung muss der Seitenkanalverdichter passend zur benötigten Luftmenge, zum Druckbedarf und zur Einbringstelle ausgewählt werden. Entscheidend sind unter anderem der erforderliche Luftvolumenstrom, die Leitungslängen, mögliche Druckverluste, die Anzahl der Einblasstellen und die Betriebsweise der Anlage.

SKVTechnik unterstützt Sie bei der Auswahl eines geeigneten Seitenkanalverdichters für Ihren konkreten Einsatzfall. Besonders bei Anlagen mit Biogasbezug, Feuchtigkeit, möglichen Stillstandszeiten, ATEX-relevanten Bereichen oder Korrosionsschutzanforderungen sollte die Maschine anwendungsbezogen geprüft werden.

Diese Angaben helfen bei der Anfrage:

  • Einsatzfall: biologische Entschwefelung
  • benötigter Luftvolumenstrom
  • erforderlicher Überdruck an der Einbringstelle
  • Leitungslänge und Rohrleitungsquerschnitt
  • Anzahl der Düsen, Einblasstellen oder Verteiler
  • mögliche Druckverluste im Leitungssystem
  • Betriebsweise: Dauerbetrieb, Intervallbetrieb oder Standby
  • Einbringort der Luft im Prozess
  • Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit
  • Aufstellort des Verdichters
  • mögliche ATEX-Anforderungen
  • gewünschte Korrosionsschutzmaßnahmen
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